Altersbedingte Makuladegeneration

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine chronische Augenerkrankung, die zu verschwommener Sicht und/ oder Verlust des zentralen Sehfeldes führen kann. In ihrer frühen Form äußert sich die AMD durch Abfalldepots unter der Makula, bekannt als Drusen, und durch Pigmentabnormalien, wie helle oder dunkle Punkte auf der Makula. Patienten, die an AMD leiden, weisen oft eine verdickte Bruch’sche Membran auf.

Tritt AMD auf, wird sie typischerweise in ihre trockene oder feuchte Form eingeordnet. Zur Zeit hören Patienten, die mit früher AMD diagnostiziert werden, dass nichts unternommen werden kann, bis zu Krankheit weiter voranschreitet. Oft haben die Patienten dann jedoch bereits irreversible Sehverluste erlitten.

Feuchte AMD, die aggressivere spätere Form der Erkrankung, kann mit intraokularen Injektionen von anti-vaskulären endothelialen Wachstumsfaktoren (anti-VEGF) behandelt werden. Vitamine (AREDS Formel) werden Patienten mit AMD auch häufig verschrieben.

Im Gegensatz zur Anti-VEGF-Behandlung, die nur im Endstadium geeignet ist, bietet 2RT® die Möglichkeit, viel früher in den Krankheitsverlauf einzugreifen. Dadurch kann das Risiko einen durch AMD verursachten Sehverlust zu erleiden, vermieden oder verzögert werden.

AMD: Wie funktioniert 2RT®?

Altert das Auge, so sinkt auch die Durchlässigkeit der Bruch’schen Membran, was den Flüssigkeitstransport zwischen Netz- und Aderhaut beeinträchtigt und zu einer Akkumulation von Abfallprodukten aus dem Netzhautstoffwechsel in der Makula führt (Drusen und Pigment-veränderungen). Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass im Alter von 40 Jahren der Flüssigkeitstransport im Vergleich zu dem eines Kindes auf etwa die Hälfte reduziert ist. Im hohen Alter ist nur mehr ein Bruchteil übrig. Der reduzierte Flüssigkeitsaustausch durch die Bruch’sche Membran wird mit der Entstehung und dem Fortschreiten degenerativer Netzhauterkrankungen assoziiert. Zusätzlich kann die mangelnde Nährstoffzufuhr an die Netzhautzellen eine stressbedingte Neo-vaskularisation verursachen. Endotheliale Wachstumsfaktoren und andere Enzyme werden ausgeschüttet und führen zum Wachstum von irregulären Blutgefäßen.

Die gezielte 2RT® Behandlung am RPE und der Bruch’schen Membran initiiert einen körpereigenen Heilungsprozess im Auge, der die Durchlässigkeit der Bruch’schen Membran wiederherstellt. Durch die Erneuerung des metabolischen Flusses zu den Netzhautzellen kann somit auch die Stressreaktion in Form der Ausschüttung vaskulärer und endothelialer Wachstumsfaktoren als Prekursoren der Neovaskularisation unterdrückt werden.

Hinweis: 2RT® hat eine CE Zertifizierung (Conformité Européenne) und ist für Patienten mit früher altersbedingter AMD indiziert, wo bilaterale Verbesserungen bei Erscheinung und Funktion der Makula erzielt werden können.

Abbildung 2: Wundheilung mittels 2RT®

Untersuchungen von Prof. Dr. Erica L. Fletcher (Abteilung Anatomie und Neurowissenschaft, Universität Melbourne, Australien) und Kollegen zeigen, dass (menschliche) RPE-Zellen intakt bleiben nach der Behandlung mit 2RT®. (5)

Pre-OP. Die normale menschliche RPE-Morphologie hat ein polygonales Aussehen.

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Eine Woche nach der Behandlung mit 2RT® wurde die Anwesenheit von größeren RPE-Zellen an der Verletzungsgrenze des gelaserten Bereichs festgestellt, wobei einige Zellen sich in die Läsionsstelle erstreckten.

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Einen Monat nach der Behandlung mit 2RT® war die RPE-Schicht intakt; die Läsionsstelle wurde vollständig mit vergrößerten Zellen bedeckt.

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Quelle: Bilder mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Erica L. Fletcher

Hinweis: 2RT® hat eine CE Zertifizierung (Conformité Européenne) und ist für Patienten mit früher altersbedingter AMD indiziert, wo bilaterale Verbesserungen bei Erscheinung und Funktion der Makula erzielt werden können.

  1. Ferris L.F. et al Ophthalmology 120:844-851 (2013)

  2. Ferris L.F. et al Arch of Ophthalmology 123(11): 1570-4 (2005)

  3. J.J.Zhang, Y. Sun, A.A. Hussain and J. Marshall. Laser mediated activation of human retinal pigment epithelial (RPE) cells and concomitant release of matrix metalloproteinases (MMPs). Invest. Ophthalmol. Vis. Sci. May 17, 2012 vol 53 no. 6 2928-2332.

  4. Jobling et al., “Nanosecond Laser Therapy Reverses Pathologic and Molecular Changes in Age-Related Macular Degeneration without Retinal Damage,” The FASEB Journal 29, no. 2 (February 1, 2015): 696–710, doi:10.1096/fj.14-262444.

  5. A. I. Jobling et al., “Nanosecond Laser Therapy Reverses Pathologic and Molecular Changes in Age-Related Macular Degeneration without Retinal Damage,” The FASEB Journal 29, no. 2 (February 1, 2015): 696–710, doi:10.1096/fj.14-262444.